Sogleich spaziere ich durch das malerische Stadtzentrum von Tavira, zweifellos einer der charmantesten Städte, gelegen ganz im Osten der Algarve am Ufer des gemächlich dahin fliessenden Flusses Gilão, welcher dem einstigen Fischerort auf seine Art einen ganz besonderen Zauber verleiht.

 

Nicht weniger beeindruckend ist Lagos für mich – die jahrhundertealte Stadt der Seefahrer und Entdecker. Unglaublich reich an Geschichte, ein wahrer Zeuge einer bewegten Vergangenheit. Vorbei an unzähligen historischen Gebäuden, durch enge Kopfsteinpflasterstrassen mit traditionellen Häusern bahnt sich mein Weg bis zur wunderschönen Hafenfront.
Ganz gleich für welche Richtung ich mich nun entscheide, erwartet mich östlich der Stadt die Meia Praia, ein etwa fünf Kilometer langer traumhafter Sandstrand in einer imposanten Meeresbucht, während sich in die andere Richtung kleine, von glasklarem Wasser umspülte Sandstrände aneinander reihen. Hier sind die malerischsten Felsformationen der Algarve zu entdecken.

 

 

Ich befinde mich an der wunderschönen Praia da Marinha, sie wird zu den hundert schönsten Stränden der Welt gezählt. Von hier aus bewege ich mich dem Klippenrand entlang auf dem Wanderweg 7 Vales Suspendos „Hängende Täler“. Unvergesslich sind die atemberaubenden Ausblicke auf das herrliche Wasser des Atlantiks welches hier so klar ist, dass der Meeresgrund deutlich zu erkennen ist.

 

 

Doch nicht nur die unverwechselbare Küste vermag mich zu begeistern, auch das eher unbekannte Hinterland Monchique lockt mit seiner ländlichen Schönheit. Vielerlei Korkeichen, herrliche Kastanienbäume, duftende Obstgärten und natürliche 32°C heiße Quellen inmitten üppiger Vegetation der umliegenden Hügel.

 

Mein stetiger Begleiter während der Reise ist natürlich die portugiesische Küche, mit seinen atlantischen Genüssen eine wahre Gaumenfreude! Wohlbekannt und allgegenwärtig der Bacalhau, Portugals Nationalgericht. Schenkt man einem portugiesischem Sprichwort Glauben, so soll es für den gesalzenen und getrockneten Stockfisch 365 verschiedene Rezepte  geben – für jeden Tag des Jahres eines. Sehr landestypisch auch die Cataplana, ein portugiesischer Eintopf mit Meeresfrüchten. Der Name bezieht sich weniger auf das Gericht als auf den Topf, eine Art mit Klammern verschließbarer Wok aus Kupfer.

 

 

Ein jeder dieser eindrücklichen Tage neigt sich irgendwann auch dem Ende zu. Ich kehre in mein wunderschönes Refugium zurück, dem Hotel Vila Vita Parc Resort & Spa in Porches. In einem von den Mauren inspirierten Baustil wurde es nahezu majestätisch auf einem Felsplateau über dem Atlantik erbaut, inmitten einer subtropischen Parklandschaft mit Seen, Palmen und jahrhundertealte Olivenbäume.

Bevor noch die Nacht anbricht, schliesse ich mein reich an herrlichen und mir bleibenden Eindrücken gefülltes Bilderbuch.