Die Lodge befindet sich in einer privaten Konzession was unter anderem einen einmaligen Bush Walk in Richtung Lake Manyara am Abend ermöglicht, unmittelbar vorbei an Gnus, Zebras und Giraffen. Sie nehmen uns wahr, schauen auf und schenken uns einen kurzen neugierigen Blick bevor sie erneut den Kopf senken, um weiter zu fressen.  Am Ende des Walks erwartet uns ein fantastisches Sonnenuntergangs Setup. Die Bar ist eröffnet, die Feuerstelle vom Masai angefacht. Inmitten grasender Tiere nehmen wir einen Gin Tonic zu uns, hinter der Bergkette geht langsam die Sonne unter und der Himmel färbt die Oberfläche des Lake Manyaras lilafarben. Es dauert nicht lang, dann hat uns die Nacht gänzlich umhüllt, ein unbeschreibliches Sternenmeer hat sich über uns breit gemacht. Nie habe ich die bekannte Milchstrasse und den grossen Wagen so hell erblicken können wie hier inmitten des Bushs.

Ein Highlight, der naheliegende Ngorongoro Krater, in welchem Afrikas Tierwelt ein wahres Paradies vorfindet.  Der Kraterrand, der auf beeindruckenden 2‘300 m liegt, hüllt sich zunächst  in ein unendliches Nebelmeer, es ist schier unmöglich die eigene Hand vor Augen zu sehen. Die Vegetation ist saftig grün und extrem üppig dort oben, das ganze Jahr über, ganz unabhängig von den Jahreszeiten. Nichts lässt mich vermuten, dass heute noch einmal die Sonne und das Blau des Himmels zum Vorschein kommen, ganz und gar verschwindet auch die Hoffnung  heute hier Tiere beobachten zu dürfen. Doch nur wenige Minuten später auf den ersten paar Metern hinabfahrend, eröffnet sich der Krater mit seiner herrlichen Savanne in seiner vollen Schönheit und in strahlender Sonne. Tausende Zebras, Gnus, Impalas und Büffel grasen hier. Warzenschweine trotten zwischen ihnen durch. Auch Löwen, Elefanten und Nashörner entdecken wir zu unserer grossen Aufregung und Freude. Das Strahlen der rosa Flamingos am See inmitten des Kraters ist kaum zu übersehen.

Nicht zu vergessen natürlich Tanzanias Serengeti, eine der spektakulärsten Naturräume der Erde. Sie beherbergt verschiedenste Regionen, ausgedehnte Grassteppen, flache Savannen und ein hügeliger Norden mit dominierenden Kopjes, vor Abermillionen Jahren entstandenen Granitfelsen vulkanischen Ursprungs. Alljährlich findet in der Serengeti das spektakulärste Naturereignis statt – die Great Migration. Bei der grössten Tierwanderung der Welt begeben sich Millionen von Gnus, Zebras und andere Herdentiere auf einen beschwerlichen Weg von 800 km vom Süden der Serengeti nordwärts bis in die Masa Mara Region in Kenia. Sie folgenden dabei instinktiv dem Regen. Die todesmutigen Flussüberquerungen am Mara oder Grumeti River sind weltbekannt.

Am Fuße der Ndasiata Hills und am Ufer des Grumeti liegt das Elewana Migration Camp umgeben von einem kleinen Wäldchen. Mir gegenüber am Hügel eine grosse Elefantenherde und unmittelbar vor meinem Luxury Tent spaziert ein Büffel vorbei. Die Nilpferde die sich unten im Grumeti River tummeln, scheinen sich offensichtlich hippo-wohl zu fühlen, sie geben seltsame ausgelassene Laute von sich. Ohnehin erinnern die vielen Geräusche da draussen, denen einer Episode von Jurassic Park.

Es ist der letzte Abend einer fantastischen Reise mit unzähligen Highlights von denen man noch lange zehren wird, vielleicht auch ein ganzes Leben lang. Eben eine wahre Once in a Life time Experience!